Den Jahresabschluss als e-Bilanz abgeben

Für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2012 beginnen, müssen Jahresabschlüsse in elektronischer Form eingereicht werden.

Die Einreichung der e-Bilanz ist grundsätzlich nicht schwierig. Die Datenbereitstellung erfolgt mit einer dafür geeigneten Software. Sie verwenden z.B. ITPM.eBilanz oder eine vom Steuerberater angebotene Lösung.

Die Software importiert Kontensalden aus der Finanzbuchhaltung. Die Konten werden dann der vorgeschriebenen Taxonomie (amtlicher Aufbau der Bilanz und GuV) zugeordnet. Ergänzend erfolgen Eingaben im sogenannten GCD-Modul, in dem weitere Informationen zum Unternehmen und seinen Gesellschaftern erfasst werden.

 

Die Angaben in der Überleitungsrechnung führen zum steuerlichen Ergebnis. Nach einer Plausibilitätsprüfung können die Daten, ähnlich den bereits bekannten Steuererklärungen, über ERIC im XBRL-Format versendet werden. Sie erhalten eine Eingangsbestätigung und der Fall ist erledigt.

Nach den bisherigen Erfahrungen treten Probleme an folgenden Stellen auf:

Verschiedene Kontenrahmen: Das steuerpflichtige Unternehmen und der Steuerberater setzen nicht den gleichen Kontenrahmen ein. Hierdurch muss ein Umschlüsseln erfolgen, bevor die Konten der eigentlichen Taxonomie zugeordnet werden können. Das ist zwar möglich, aber leider geht dabei ein Stück weit die Transparenz verloren. Insbesondere bei Nachfragen der Finanzbehörde kann es schwer fallen, zügig zu ermitteln, um welche Konten es sich in der Finanzbuchhaltung handelt. -> Die Lösung ist, auf das zusätzliche Mapping zu verzichten und im eBilanz - Tool direkt die Konten der Finanzbuchhaltung zu verwenden.

Datenaustausch zwischen Steuerpflichtigem und Steuerberater: Noch immer kommt es vor, dass Steuerberater Kontensalden nicht importieren oder Mandanten diese nicht exportieren können. Der Steuerberater erfasst die Daten manuell, wodurch unnötiger Kostenaufwand entsteht. -> Die Lösung wäre, die Daten direkt mit einer eigenen e-Bilanz-Software zu melden oder die Daten so aufzubereiten, dass sie vom Steuerberater ohne Aufwand importiert werden können. Gerne unterstützen wir Sie dabei.

Der Detailierungsgrad der Buchungen ist nicht ausreichend: Die Taxonomie erfordert teilweise eine differenziertere Buchungsweise als die, die in der Finanzbuchhaltung angewendet wird. Z.B. werden vielleicht Geschäftsführerbezüge in der Finanzbuchhaltung unter kaufmännische Gehälter gebucht oder Darlehen nicht entsprechend ihrer Restlaufzeit auf verschiedene Konten verteilt. In der Plausibilitätsprüfung werden solche Sachverhalte teilweise festgestellt und müssen vor Abgabe der Daten korrigiert werden. Die Lösung ist, entweder in der Buchhaltung entsprechende Konten anzulegen und zu bebuchen oder im e-Bilanz-Tool einfach Umbuchungen vorzunehmen.

Fazit
Zusammenfassend kann man sagen, dass der Gesamtaufwand bei einem mittelständischen Unternehmen für die erstmalige Einreichung der eBilanz inkl. der Datenimporte aus der Finanzbuchhaltung und der Kontenzuordnung zur Taxonomie maximal einen Tag dauert. Die weiteren Dateneinreichung laufen innerhalb von 1 bis 2 Stunden ab.

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